Angebote/Betreuung

In den Einrichtungen der pro mente Plus werden Klient*innen aus dem Maßnahmenvollzug von einem multiprofessionellen Team unterstützt und begleitet. Die Dauer der Betreuung ist je nach richterlicher Weisung unterschiedlich. Das Ziel der Begleitung ist die Prävention einer neuerlichen Deliquenz der Bewohner*innen und deren Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben. Zur Stabilisierung bedarf es neben der Einhaltung der angeordneten richterlichen Weisungen (bspw. Wohnsitznahme in einer Wohneinrichtung, Medikamenteneinnahme, Alkohol- und Drogenkarenz, fachärztliche und psychiatrische Kontrolle) auch der verpflichtenden Teilnahme an den angebotenen tagesstrukturierenden Beschäftigungen.

Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an forensisch psychiatrische Klient*innen mit einer entsprechenden gerichtlichen Weisung zur

  • Wohnsitznahme in einer 24-Stunden-betreuten Wohneinrichtung (Vollbetreutes Wohnen)
  • Wohnsitznahme in einer teilbetreuten Wohngemeinschaft (Teilbetreutes Wohnen)
  • Mobilen Wohnbetreuung (stundenweise Betreuung in der eigenen Wohnung)
  • Psychatrischen oder psychotherapeutischen Weisung
  • Externen Tagesstruktur

Grundlage ist einer der folgenden rechtlichen Status:

Psychisch kranke Straftäter*innen, die nach §21 Abs. 1 StGB (im Einzelfall auch § 21 Abs.2 StGB) im Maßnahmenvollzug in einer forensisch psychiatrischen Abteilung oder Justizanstalt angehalten werden und eine „Unterbrechung der Unterbringung“ (UdU) genehmigt bekommen.

Personen, die nach §47 StGB bedingt aus dem Maßnahmenvollzug entlassen werden und eine gerichtliche Weisung zum betreuten Wohnen erhalten, können im Anschluss an die Unterbringung in den Wohneinrichtungen betreut werden.

Personen, denen per Beschluss die Einweisung in den Maßnahmenvollzug nach § 45 StGB bedingt nachgesehen wird.

Personen, die aus der vorläufigen Anhaltung unter Anwendung gelinderer Mittel mit einer entsprechenden gerichtlichen Weisung entlassen werden.

Weitere Voraussetzungen für eine Aufnahme sind:

  • ein überwiegend stabiles Zustandsbild
  • Medikamenten-Compliance

Aufnahme & Aufenthaltsverlauf

Das Aufnahmeprozedere kann zwar entsprechend den jeweiligen Rahmenbedingungen durchaus flexibel gehandhabt werden, beinhaltet aber im Wesentlichen folgende Elemente:

  1. Kontaktaufnahme durch die Psychiatrische Klinik oder die Justizanstalt (gegebenenfalls auch durch die/den Klientin/Klienten selbst oder deren Angehörige).
  2. Erhebung erster Informationen und Übermittlung von Unterlagen (z.B. ärztliche, sozialarbeiterische oder psychologische Berichte, Gutachten etc.) zur Ermittlung einer grundsätzlichen Möglichkeit zur Einbindung der/des Klientin/Klienten in das Aufnahmeprozedere.
  3. Erstgespräch mit dem/der Klient*in, Gespräch mit der/dem behandelnden Fachärztin/Facharzt und/oder dem Sozialen/Psychologischen Dienst, wenn möglich Einsichtnahme in den Akt.
  4. Besteht aufgrund des rechtlichen Status des/der Klient*in nicht die Möglichkeit eines „Probewohnens“, so erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme anhand der im Rahmen des Erstgespräches erhobenen Informationen. Besteht rechtlich die Möglichkeit, so ist die Durchführung mehrerer UdUs (Unterbrechungen der Unterbringung) im Rahmen des Aufnahmeprozederes obligatorisch.

Leistungen

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Vollbetreutes Wohnen

Unter dem Angebot des Vollbetreuten Wohnen verstehen wir die Unterstützung von psychisch beeinträchtigten Personen in von der pro mente Plus angemieteten oder sich in deren Besitz befindlichen Häusern, in welchen Klient*innen 24 Stunden pro Tag einen Ansprechpartner haben und Hilfe bei Alltagstätigkeiten bekommen.

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Teilbetreutes Wohnen

Durch das Teilbetreute Wohnen werden psychisch beeinträchtigte Personen in Wohngemeinschaften der pro mente Plus begleitet. Diese erhalten verschiedenste Unterstützung vor Ort, bzw. werden Kontaktgespräche mit den Bewohner*innen am Standort der Einrichtung oder anderen Orten geführt.

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Versorgungsintensive Betreuung

Klient*innen die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung oder auch aufgrund von körperlichen Einschränkungen ein höheres Maß an Unterstützung bei der Selbstversorgung benötigen, erhalten regelmäßige Hilfestellung durch entsprechend ausgebildete Fachkräfte.

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Forensische Ambulanzen

Forensische Ambulanzen bieten forensisch kompetente fachärztlich psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung und Betreuung für Menschen, die im Rahmen von strafbaren Handlungen entsprechende gerichtliche Weisungen erhalten haben oder voraussichtlich erhalten werden.

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Arbeit & Beschäftigung (Tagesstruktur)

Verschiedene tagesstrukturierende Beschäftigungsmaßnahmen bieten den Klient*innen die Möglichkeit, sinnstiftende Arbeiten zu verrichten, die fachlich begleitet werden.

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Einrichtungen

Vollbetreutes Wohnen

Unser Vollbetreutes Wohnen „Neuland“ stellt eine möglichst engmaschige und strukturierte Wohnmöglichkeit mit dem Ziel einer nachhaltigen Stabilisierung dar. Bei dieser Wohnform kann das Personal die Klient*innen rund um die Uhr unterstützen.

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Vollbetreutes Wohnen
Neuland Asten

Das Wohnhaus Neuland Asten ist ein ehemaliger Bauernhof, der entsprechend umgebaut wurde. Heute befinden sich darin fünf WGs, die Platz für 18 BewohnerInnen bieten.

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Vollbetreutes Wohnen
Neuland Enns

Das Wohnhaus Neuland Enns ist ein ehemaliges Gerichtsgebäude mit besonderem Flair. Es bietet 16 Einzelzimmer, zwei Gemeinschaftsküchen und ausreichend Sanitäreinrichtungen.

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Vollbetreutes Wohnen
WAF Enns

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Vollbetreutes Wohnen
WAF Traun

Das Wohnhaus „Wohnen, Arbeit, Freizeit – WAF Traun“ wurde am 05. September 2017 eröffnet und befindet sich in zentraler Lage der Stadt Traun, in unmittelbarer Nähe zu einer Straßenbahnhaltestelle

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Vollbetreutes Wohnen
Neuland Wien

Das 24-Stunden-betreute Wohnhaus Neuland Wien ist zentral im 10. Wiener Gemeindebezirk – Favoriten – gelegen und verfügt über eine sehr gute Anbindung an verschiedene öffentliche Verkehrsmittel.

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Vollbetreutes Wohnen
Neuland Salzburg

Den KlientInnen stehen auf 2 Stockwerken insgesamt 22 Einzelzimmer (inklusive Kühlschrank, Dusche und WC), sowie in jedem Stockwerk ein Aufenthaltsraum und eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung.

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Teilbetreutes Wohnen

Durch das Teilbetreute Wohnen werden psychisch beeinträchtigte Personen in Wohngemeinschaften der pro mente Plus GmbH begleitet. Diese erhalten verschiedenste Unterstützung vor Ort, bzw. werden Kontaktgespräche mit den Bewohner*innen am Standort der Einrichtung oder anderen Orten geführt.

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Teilbetreutes Wohnen
Neuland Enns

Im Sommer 2011 wurde von Neuland Oberösterreich auch am Standort Enns das Konzept des Teilbetreuten Wohnen ins Leben gerufen. Waren es ursprünglich 9 Wohnplätze, so ist die Anzahl mittlerweile auf 15 Wohnplätze gewachsen.

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Teilbetreutes Wohnen
Neuland Linz

Ab 2006 wurden nach und nach Objekte für Einzelwohnungen, Zwei-, Drei- und 5 Personen-Wohngemeinschaften angemietet. Auf 37 Betreuungsplätzen können Bewohner*innen eine betreute Lebensform zur Wiedereingliederung nutzen.

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Teilbetreutes Wohnen
Neuland Salzburg

Das Teilbetreute Wohnen bietet in den insgesamt 18 teilmöblierten Wohneinheiten (mit Küche, Dusche und WC) an mehreren Standorten in der Stadt Salzburg die Möglichkeit zur langsamen Rückführung in ein selbständiges Leben.

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Teilbetreutes Wohnen
Neuland Wien

Wohngemeinschaften – mit zwei bis sechs Einzelzimmern bzw. Einzelwohnungen – befinden sich ebenfalls im 10. Gemeindebezirk, unweit von Neuland Wien bzw. der externen Tagesstruktur.

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Mobile Wohnbeteuung

Diese wird als ergänzende Leistung des Teilbetreuten Wohnen in der eigenen Wohnung oder im privaten Wohnumfeld der/des Klientin/Klienten verstanden.

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Forensische Ambulanzen

Die Forensischen Ambulanzen bieten psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung von Menschen an, die mit dem Hintergrund einer psychiatrischen Erkrankung oder einer krankheitswertigen psychischen Störung straffällig geworden sind.

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FORAM Innsbruck

Die Forensische Ambulanz Innsbruck besteht seit 2012. Es werden ärztliche, psychiatrische und psychotherapeutische Leistungen angeboten.

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FORAM Linz und Salzburg

Die Forensischen Ambulanzen bieten fachärztlich-psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung und Assistenz. Der Standort Linz wurde bereits 1999 auf Initiative des BMJ geründet. 2005 folgte dann der Standort Salzburg.

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FONAST Steiermark

Die Forensische Nachbetreuungsambulanz Steiermark (FONAST) existiert bereits seit 1998. Im Jahr 2016 wurde sie von pro mente Plus übernommen. Die FONAST gibt es an zwei Standorten, nämlich in Graz und Leoben. Am ehemaligen Standort Liezen werden im Einzelfall auch noch Termine angeboten. Die Organisation erfolgt über den Standort Leoben.

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FTZW – Forensisch Therapeutisches Zentrum Wien

Das Forensisch Therapeutische Zentrum Wien ist eine Nachbetreuungsambulanz nach dem Wiener Krankenanstaltsgesetz. Es werden fachärztliche und psychotherapeutische Leistungen angeboten.

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